Sportförderungspreis 2025


Sportförderpreis 2025 geht an Jule Insinna

Der Panathlon Club Fürstentum Liechtenstein (PCFL) hat den Sportförderpreis 2025 verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich in Form eines Barpreises an eine erfolgreiche Nachwuchssportlerin oder -sportler aus Liechtenstein vergeben und wurde in diesem Jahr bereits zum 19. Mal verliehen.

Preisträgerin 2025 ist Jule Insinna aus der Leichtathletik. Sie setzte sich gegen sieben weitere nominierte Sportler durch und überzeugte die Mitglieder des Panathlon-Club Liechtenstein mit ihren sportlichen Leistungen.

Die Verleihung des Sportförderpreises findet üblicherweise im November des laufenden Jahres statt. Aus terminlichen Gründen musste die Veranstaltung jedoch auf den 9. Januar 2026 verschoben werden und fand im Restaurant Löwen in Vaduz statt. Das stilvolle Ambiente des Restaurants bot dabei einen würdigen und passenden Rahmen für den feierlichen Anlass.

Preisträgerin Jule Insinna mit Landesrekord im Diskuswerfen
Preisträgerin Jule Insinna überzeugte mit hervorragenden Leistungen sowohl national als auch international. So gewann sie die Goldmedaille im Diskus (1 kg) bei den Schweizer U23-Meisterschaften. Bei den Schweizer Meisterschaften der Elite erreichte sie den ausgezeichneten 2. Rang. International zeigte Insinna ihr Talent bei der U23-EM in Bergen (Norwegen), wo sie den 17. Rang belegte und damit eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass sie mit den besten Nachwuchswerferinnen Europas mithalten kann.

Als erste Frau aus Liechtenstein warf sie den Diskus erstmals über 50 m. Mit 50.49 m erzielte sie einen tollen Landesrekord und verbesserte ihre Bestleistung vom Vorjahr um mehr als 2m (48.21m - 2024).

Trainingsstandort Ulm zahlt sich aus

Jule Insinna trainiert seit dreieinhalb Jahren in Ulm bei Michael Lischka. Der 52-Jährige Ulmer war von 1990 bis 2006 selbst ein Weltklasse-Diskuswerfer und erzielte mit dem 2-kg-Diskus eine Bestleistung von 65.04 m. Nach seiner aktiven Karriere entschloss er sich, sein Wissen und seine Erfahrung an junge Athletinnen und Athleten weiterzugeben und übernahm eine Trainerposition beim SSV Ulm.

Insinna konnte an einem Probetraining in Ulm teilnehmen, woraufhin Lischka sie in seine Trainingsgruppe aufnahm. Er hebt besonders ihren Willen, ihr Bestrehen ihre Technik ständig zu verbessern, sowie ihr Kämpferherz im Kraftraum hervor. Gleichzeitig sieht er in allen Bereichen – Technik, Kraft und Schnelligkeit – noch Verbesserungspotenzial und traut ihr innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre eine Wurfweite bis 60 m zu.

Neben 16 Stunden Training pro Woche studiert Insinna an der Universität Ulm ‘Molekulare Medizin’, was ihren Ehrgeiz und ihre Disziplin zusätzlich unterstreicht.

Olympische Spiele 2028 als grosses Ziel

Als grosses Ziel strebt die junge sympathische Sportlerin die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles an. Ihre Disziplin, ihr unermüdlicher Trainingsfleiss und ihr stetiger Fortschritt zeigen, dass sie auf einem sehr guten Weg ist. Für Insinna ist die Aussicht, ihr Land auf der grössten sportlichen Bühne vertreten zu dürfen, ein grosser Ansporn, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und in allen Bereichen sich weiter zu verbessern.